Mit dem Regex-Tester prüfst du, ob ein regulärer Ausdruck (Regex) in einem Text die gewünschten Stellen findet – direkt im Browser, ohne Installation. Du trägst Muster, Flags und einen Testtext ein und siehst sofort, wie viele Treffer es gibt, an welcher Position im Text sie stehen und welche Inhalte etwaige Klammer-Gruppen einfangen. So lässt sich ein Muster für E-Mail-Adressen, Datumsformate oder Log-Zeilen ausprobieren, bevor du es im eigenen Code einsetzt.
So funktioniert der Regex-Tester
Trage dein Muster in das Feld Muster (ohne /…/) ein – ohne die umschließenden Schrägstriche, zum Beispiel \d+ für eine oder mehrere Ziffern. Im Feld Flags legst du die Suchoptionen fest, im Feld Testtext steht der zu durchsuchende Text. Das Tool wertet bei jeder Eingabe sofort neu aus.
Fehlt Muster oder Testtext, weist dich das Tool darauf hin. Findet dein Muster nichts, erscheint „Keine Treffer.“, und ist das Muster selbst ungültig – etwa durch eine nicht geschlossene Klammer –, zeigt das Tool „Ungültiges Muster oder Flags: “ mit der genauen Fehlermeldung statt eines Ergebnisses.
Flags und Gruppen
Die Flags steuern, wie gesucht wird: g (global) findet alle Treffer statt nur des ersten – fehlt es, ergänzt der Regex-Tester es automatisch, weil die Trefferliste sonst technisch nicht entstehen kann. i ignoriert Groß- und Kleinschreibung, m lässt ^ und $ an jedem Zeilenanfang bzw. -ende statt nur am Textanfang und -ende greifen, und s lässt den Punkt auch Zeilenumbrüche erfassen. Die Flags lassen sich kombinieren, etwa als gi.
Setzt du Teile deines Musters in runde Klammern, legst du damit Erfassungsgruppen an. Zu jedem Treffer listet das Tool deren Inhalt zusätzlich als $1, $2 und so weiter auf – in der Reihenfolge, in der die Klammern im Muster stehen.
Beispiel
Der voreingestellte Testtext lautet Schreib an anna@example.com oder ben@test.de., das Muster \b\w+@\w+\.\w+\b mit den Flags gi findet darin E-Mail-Adressen. Das Ergebnis zeigt Treffer: 2; unter „Fundstellen“ stehen die beiden Adressen samt Startposition: anna@example.com ab Zeichen 11, ben@test.de ab Zeichen 33 – gezählt ab 0 vom Textanfang.
Ergänzt du das Muster um Klammern, etwa (\w+)@(\w+\.\w+), bleibt die Trefferzahl gleich, doch jede Fundstelle bekommt zusätzlich ihre Gruppen: $1=anna, $2=example.com bzw. $1=ben, $2=test.de. Gruppe 1 ist der Teil vor dem @-Zeichen, Gruppe 2 die Domain danach.
Wofür brauche ich das?
- Muster vor dem Einsatz im eigenen Code testen: Bevor ein regulärer Ausdruck in JavaScript, Python oder einer anderen Sprache zum Einsatz kommt, prüfst du hier an Beispieltexten, ob er wirklich das erfasst, was er soll.
- Daten aus Text herausziehen: Mit Erfassungsgruppen isolierst du gezielt einzelne Bestandteile, etwa den Namen und die Domain aus einer Liste von E-Mail-Adressen.
- Eingabeformate prüfen: Du testest, ob ein Muster für Postleitzahlen, Telefonnummern oder Artikelnummern tatsächlich nur die gewünschten Formate trifft und andere Zeichenfolgen ignoriert.
- Textauszüge und Logs durchsuchen: Ein Muster zeigt dir, an welchen Stellen ein wiederkehrendes Schema in einem längeren Text vorkommt, inklusive genauer Position.